

Unsere Freundin Nicole, die immer noch glaubt, nur zu Besuch im Yukon Territorium zu sein, behauptet, ich hätte ein Mathe-Schwäche. Alle anderen, die mich mit Zahlen jonglieren sehen, behaupten das auch. Aber ich weiss, dass ich noch nie eine Schwäche für Mathematik hatte. Und das gilt natürlich auch für den besonders langweiligen Bereich der Statistik. Während meines Geographie-Studiums mußte ich mich mit dem Erstellen und Auswerten von Statistiken beschäftigen und es half nicht zu wissen, dass außerhalb des Studienzimmers das Leben tobte.
Nun tobt wieder das Leben da draußen vor unserer kleinen Holzhütte im Yukon und ich jongliere wieder mit Zahlen. Ich rechne unseren täglichen Verbrauch an Feuerholz aus und stelle fest, dass wir noch zwei Fuhren Holz mit unserem Pick-up aus dem Wald karren müssen, damit es schön warm ist in unseren vier Wänden. Für eine Ladung Holz brauche ich im Durchschnitt zwei Tankladungen Benzin a 0,47 Litern in unserer Motorsäge (mit Öl im Verhältnis 50:1 gemischt). Um den Kalorienverbrauch für das Holzschleppen zu kompensieren, müssen wir etwa 5,32 Kilogramm Milka-Schokolade und 2,4 Liter Eiscreme mit Schokosyrup verspachteln. Und damit hätten wir dann genau ...hmmm....summa summarum...genug Holz bis April.
Ich überschlage schnell mal den täglichen Kalorienverbrauch erst eines Husky-Rüden, dann eines Husky-Weibchens, und gleiche den Bedarf mit dem Hundefutter in unserem Vorat ab. Eine halbe Tonne Trockenfutter, 600 kg gehacktes Rindfleisch, 75 kg gefrorener Fisch und zwei Eimer Hühnerfett...sollte auch reichen, wenn wir noch ein paar Fischreste von der Fischfarm dazu kaufen.
Nach einer erfolgreichen Elchjagd liegen für Claudia und mich 75 kg Braten, Steaks und Kotletts, 50 kg Hackfleisch und 25 kg Würste im Tiefkühler. Bei unserem durchschnittlichen Fleischverbrauch genug für ...hmmm...dumm-di-dumm...anderthalb Jahre.
Wenn ich das richtig sehen, sind wir damit fertig für einen durchschnittlichen Yukon Winter: einen Meter Schnee, ein paar Wochen -30 Grad Celsius und kälter, 1500 Meilen auf dem Hundeschlitten, gefrorene Ohrläppchen und Nasenspitzen und 147 Tassen heißen Kakao und Tee pro Person.
Und nun sehe ich auch endlich den Zusammenhang zwischen diesen langweiligen Statistiken und dem tobenden Leben da draußen. Bring it on! fs

Ich erinnere mich an unbeschwerte Tage meiner Kindheit. Unsere Eltern packten meinen Bruder und mich ins Auto und wir fuhren zum Campingurlaub nach Frankreich in die Bretagne. Mit Schaufeln und Eimern ausgestattet wateten wir durch den feuchten Schlick am Meeresufer, buddelten Löcher, bauten Sandburgen und fochten Schlammschlachten. Und kein Erwachsener schimpfte, wenn wir mit Matsch besudelt zurück kamen. Wir wurden kurzerhand ins Meer gescheucht, um den Schlamm herunter zu waschen. Wo sonst konnte man als Kind so unbeschwert im Dreck spielen? Es war großartig!
Wärend mir diese Gedanken kommen stehe ich mal wieder bis zu den Waden im Schlamm. Der Yukon River hat vor hunderten oder sogar tausenden Jahren seine lehmige Fracht hier abgeladen. Und jedes Frühjahr, wenn die schier endlosen Schneemassen des kanadischen Nordens tauen, verwandelt sich der sonst so betonharte Lehmboden in eine schmierige Schlammschicht. Meine Gummistiefel stecken so tief in der Pampe, dass mich Claudia mit ihrer Schaufel befreien muss. Leider hat der Modder nicht nur meine Gummistiefel gefangen genommen. Auch unser Pick-up steckt bis zu den Achsen im Schlamm.
Wir haben während des Winters schon öfter im Schnee festgesessen, aber dies ist eine ganz neue Erfahrung. Jede Schaufel flüssigen Lehms, die wir wegbewegen, wird augenblicklich durch nachfließende Matsche ersetzt. Auch nach Stunden hat sich die Lage unseres Wagens nicht verändert. Oder vielleicht doch? Ja, es scheint er ist noch etwas tiefer versunken.
Mir kommt die rettende Idee: Im Wagen liegt doch noch die Stahlseil-Winde. Eine Tonnen Zugkraft stand auf der Verpackung. Das sollte langen, um den Wagen zentimeterweise vorwärts zu bewegen! Ich knote eine Schlaufe um den nächsten Baum, hänge die Winde in den Abschlepphaken am Pick-up und beginne mit meiner Arbeit. Immer stärker spannt sich das Seil. Mindestens genauso gespannt beobachte ich die Reifen. Aber es passiert gar nichts. Wieso wird das Seil immer weiter eingezogen, aber der Wagen bewegt sich keinen Millimeter? Ein Knacken hinter mir erklärt das Mysterium. Die arme Kiefer wird gerade mitsamt ihrer Wurzel aus dem Erdreich gerissen. Ein stabilerer Baum ist nicht in Reichweite. Die rettende Idee entpupt sich als Flopp.
Ein paar Arbeitskollegen, alles erfahrene Buschmänner, haben auch ein paar gute Tipps auf Lager. “Ich könnte mit meinem Geländewagen kommen. Der hat eine eingebaute Seilwinde. Damit ist das kein Problem.” Die Aktion scheitert an der Wahl des politischen Abgeordneten für das Yukon Territory. Der Kollege musste wohl einen ganzen Tag lang wählen gehen. Am nächsten Tag verhindert ein Hockeyspiel im Fernsehen die Rettungsaktion.
Ein anderer Kollege hat auch eine gute Idee. Dicke Holzbohlen unter den Wagen schieben, den Wagenheber ansetzen und das Auto aufbocken. Dann noch mehr Holz unter die Reifen schieben und einfach rausfahren. Stundenlang kurbel ich an unserem Wagenheber, beschmiere mich von oben bis unten mit brauner Matsche, stecke Bretter unter Reifen und beobachte, wie selbige in den bodenlosen Fluten schleimigen Schlamms verschwinden.
Frustriert knie ich nun in der Suppe und denke daran, wie viel Freude es mir als Kind gemacht hat, im Matsch zu wühlen. Wie lustig es sich angefühlt hat, wenn die braunen Fluten über den Rand der Gummistiefel geschwappt kamen und wieviel Spaß wir hatten, den ganzen Dreck im warmen Meerwasser abzuwaschen. Hier wartet statt dem warmen Atlantik nur der kalte Yukon River, in dem friedliche dümpelnde Eisschollen auf ihre Frühlingsreise gehen. Ist es eine Frage des Alters, ob buddeln im Matsch Spaß macht, oder ist französischer Schlamm einfach viel viel besser als nasser Yukon Lehm? fs

Stimmt es, dass man bei -40°C eine Tasse kochendes Wasser in die Luft werfen kann, und dass es vollständig verdampft und sofort wieder zu Eisnebel gefriert, bevor es auf den Boden trifft? Pinkelt man bei diesen Temperaturen Eiswürfel oder bleibt wenigstens ein gelber Eiszapfen im Schnee stehen? Haben wir genug Feuerholz? Und wann kommt denn endlich diese Klimaerwärmung?
Es ist Mitte Januar und eine Kältewelle bescheert uns frostige Temperaturen von unter -40° Celsius. Zeit und Gelegenheit endlich Antworten auf diese wichtigen Fragen der Menschheit zu finden.
Es sind diese kalten Tage an denen der echte Yukoner auflebt. Hier liegt der Grund für die Gemächlichkeit, die Gelassenheit für die der Kanadier des hohen Nordens bekannt und manchmal auch gefürchtet ist. Wer bei diesen Temperaturen versucht mit dem Übermut des Südländers (Süden beginnt etwa 3-4 Autostunden von Whitehorse entfernt wenn man in Richtung British Columbia fährt) den Problemen des Winters zu begegnen muss scheitern. Nur wer in weiser Voraussicht am Abend vorher die integrierte Heizung seines Autos an die Stromversorgung angeschlossen hat, wird am folgenden Morgen die Geräusche eines startenden Wagens vernehmen dürfen. Motoröl wird zäh wie dicker Honig, Wasser im minderwertigen Benzin gefriert in der Gasleitung und in der Einspritzung, Batterien sind nach zwei bis drei Startversuchen leer, Gaspedale frieren schon mal am Bodenblech fest und die Kupplung kommt nur mit etwa 3 Sekunden Verzögerung. Ergo: Man fährt bei so einem Wetter einfach besser nicht mit dem Auto. Viele öffentliche Stellen haben diese Probleme erkannt und bleiben bei einem Kälteeinbruch einfach geschlossen. Es kommt sowieso niemand zu Arbeit. Und auch im privaten Sektor kommt es zu personellen Engpässen. “Es tut mir leid Ma'am, dass ihre Wasser- und Abwasserleitungen zugefroren sind und Sie Ihr Klo nicht mehr benutzen können. Aber unser Klempner konnte sein Auto heute nicht ohne die Hilfe eines Mechanikers starten. Und der Mechaniker hat erst gar nicht angefangen zu arbeiten, da wir immer noch Stromausfall haben und seine Werkzeuge so ja gar nicht funktionieren.”
Während der Südlander jetzt nervös umherrennt und nach Wasserspülung im Klo verlangt und seiner Familie den langersehnten Umzug in wärmere Gefilde verspricht, ist der Nordmensch in seinem Element. Er schmeißt noch ein paar Holzscheite in den Ofen der gemütlichen Blockhütte, lehnt sich zurück und genießt eine Tasse heißen Kaffee. Der Motorschlitten funktioniert eh nicht, weil der asiatische Hersteller nicht damit gerechnet hat, dass dieses Gerät auch im Winter benutzt werden soll. Die Schlittenhunde bekommen auch ein paar Tage frei vom Training und stattdessen eine Extraration Fett für den erhöhten Kalorienbedarf. Wer mal muss, geht aufs Plumsklo im Freien (nein, man friert nicht auf der Klobrille fest, denn die besteht aus einer Schaumstoffplatte mit Loch drin und ja, man beeilt sich, weil es ist arschkalt). Und ansonsten hat man endlich Zeit Antworten auf wichtige Fragen zu finden.
Heißes Wasser verdampft zum größten Teil, wenn man es aus einer Tasse in -40°C kalte Luft schleudert. Der Wasserdampf gefriert sofort zu Eisnebel, aber ein paar Tropfen landen immer noch flüssig auf dem Boden. Um ordentliche Eiswürfel zu pinkeln, muss man mindestens zehn Jahre hier oben im Norden gelebt haben. Gelbe Eiszapfen sind etwa ab dem fünften Winter zu erwarten. Wir müssen uns bis dahin mit langweiligen gelben Flecken im jungfräulichen Schnee rund um unsere Hütte begnügen. Das Feuerholz muss einfach reichen, weil die Motorsäge auch nicht mehr funktioniert. Und die Klimaerwärmung fällt hoffentlich weniger schlimm aus als prognostiziert wird, weil sonst auch aus dem Yukon irgendwann der Süden wird. fs

Nach den frühen Schneefällen im September konnte der Winter sich dann erstmal doch noch nicht für den Yukon begeistern. Die Temperaturen eierten für Wochen um laue 0° Celsius und verwandelten die lächerlichen Schneemengen in eine harsche Eiskruste. Um die Pfoten unserer Huskies bei diesen Trainingsbedingungen zu schützen, mußten wir ihnen vor jedem Lauf kleine Söckchen aus Nylonstoff anziehen. Doch das Eis war so rauh, dass bereits nach jedem 15 km Lauf rund die Hälfte der “booties” völlig durchgescheuert in den Müll wanderten.
Und dann gab es endlich richtigen Schnee! Claudia und ich packen die Schlitten auf den Pick-up, laden die Hunde in ihre Kisten und brechen auf zu unserer ersten 45-Kilometer-Tour in dieser Saison. Auf diesem Weg war seit dem letzten Schneefall noch niemand unterwegs gewesen, so dass sich die Hunde durch den tiefen Schnee arbeiten müssen. Wir kommen zwar nur langsam, aber guter Dinge voran. Auch die Hunde scheinen sich riesig zu freuen, endlich vor dem Schlitten und nicht mehr diesem lauten und stinkenden ATV zu laufen.
Für dieses Jahr habe ich mich mit den Hunden beim Yukon Quest 300 angemeldet. Dieses Rennen startet Anfang Februar am selben Tag wie das “große” Yukon Quest, das die Musher über eintausend Meilen von Whitehorse nach Fairbanks führt. Allerdings folgt das Yukon Quest 300 nur den ersten dreihundert Meilen (rund 480 km) dieses Trails nach Pelly Crossing. Seit dem Tag meiner Anmeldung beobachte ich die Hunde nun bei jedem Trainingslauf noch kritischer und in ständiger Sorge vor Verletzungen. Ich muß wohl noch lernen, hier etwas mehr Gelassenheit an den Tag zu legen. Die Hunde scheinen sich auf jeden Fall keine Gedanken zu machen und laufen bisher ohne irgendwelche Probleme und mit wachsender Begeisterung Meile um Meile.
Und dann gibt es noch mehr Schnee! Innerhalb von zwei Tagen fällt die durchschnittliche Jahresmenge der weißen Pracht. Sämtliche Straßen und Highways rund um Whitehorse verschwinden unter den Unmengen von Schnee und während der nächsten Tage sind die Räumfahrzeuge rund um die Uhr im Einsatz. Auch die Zufahrt zur Hütte wird mit unserem kleinen Auto für eine Weile unpassierbar und wir müssen uns mit dem Allradantrieb des Pick-up in Richtung Stadt durchwühlen. Erst nach intensivem Einsatz unserer Schneeschaufel kann man die Zufahrt wieder erkennen.
Obwohl der Schnee auf lange Sicht natürlich sehr willkommen ist, wirft er das Training der Hunde zunächst zurück. Nun sind all die gespurten und gut gepackten Trainingsstrecken wieder unter tiefem Schnee verborgen. Da wir keinen Motorschlitten besitzen, ziehen wir wieder mit den Hunden los, um den Trail zu spuren und den Schnee zu packen. Es wird ein sonniger Tag, als ich mit den Huskies von Mary Lake in Richtung Mount Lorne laufe. Der Schnee auf den Bäumen glitzert in der Sonne und bei knackigen -20 Grad gefriert den Hunden und mir der Atem im Gesicht und bildet eine ordentliche Eiskruste an Haaren, Mütze und Schal. Hin und wieder öffnet sich der Wald und ich kann einen Blick auf das verschneite Küstengebirge werfen.
Mit dem klaren Himmel sinken auch die Temperaturen beträchtlich und in den folgenden Nächten zeigt das Thermometer frostige -30 Grad an. Der Stapel Feuerholz vor der Hütte, der im Herbst noch so riesig aussah, erscheint nun lächerlich klein. fs



Ungläubig wandert mein Blick zwischem dem Kalender und den dicken Schneeflocken, die vor dem Fenster vom Himmel fallen, hin und her. Es ist erst Ende September und draußen sieht es so aus, als könnten wir schon bald den ersten Schneemann der Saison bauen. Ein kalter Nordwind hat dem sonnigen Herbstwetter der letzten Tage ein Ende bereitet und gibt uns einen kräftigen Vorgeschmack auf den kommenden Winter. Die einzigen die sich jetzt schon so richtig freuen sind unsere Huskies, die den Schnee wie ein unerwartetes Geschenk begrüßen.
Zum Glück verschwindet die weiße Pracht bereits ein paar Tage später. Wir sind noch nicht fertig mit unseren Vorbereitungen für die kalte Jahreszeit. Während der nächsten Tage müssen wir noch ein paar Kubikmeter Feuerholz sägen und die Autos mit Winterreifen, dünnerem Öl und Scheibenwischer-Flüssigkeit für -50 Grad Celsius auf den Winter vorbereiten.
Für dieses Jahr haben wir uns außerdem vorgenommen, unsere Fleischversorgung nicht mehr dem lokalen Supermarkt zu überlassen. Seit August läuft bereits die Jagdsaison für Elche im Yukon. Mit zwei Freunden breche ich für eine dreitägige Jagd auf. Mit unseren zwei Kanus arbeiten wir uns zunächst einen Fluß und schließlich einen kleinen Bach hinauf. Immer wieder müssen wir aussteigen und die Boote über Untiefen ziehen. Schließlich öffnet sich vor uns ein Tal, das uns wie ein Elchparadies erscheint. Der Bach mäandriert ruhig durch eine Sumpf- und Seenlandschaft, in der wir auf einer leichten Anhöhe unser Camp aufschlagen. Wir versuchen den Ruf eines Elchweibchens zu imitieren und so einen Bullen anzulocken. Immer wieder paddeln wir mit den beiden Booten den Bach auf und ab, um das Gelände nach Elchen und ihren Spuren abzusuchen.
Am zweiten Tag gegen Abend ist es dann so weit: Crispin und ich hören einen Bullen in unserer Nähe rufen. Als wir um die nächste Flußbiegung kommen, steht der Elch zwischen Bäumen und Büschen versteckt und bearbeitet mit seinem Geweih zwei hilflose Fichten. Als er das Geräusch unseres anlandenden Kanus hört, kommt er aus dem Gebüsch geschossen. Er ist voll in der Brunft und will den Eindringling verscheuchen, der hier mit ihm im Wettstreit um ein Weibchen zu stehen scheint. Doch als er durch die Weiden prescht, wartet dort nur ein Kanu mit zwei merkwürdigen Gestalten. Und dann kommt der Augenblick, vor dem ich lange Angst hatte. Adrenalin pumpt durch meinen Körper und alles um mich herum scheint zu verschwinden. Ich lege das Gewehr an und drücke ab. Etwa 60 Meter vor mir bricht das riesige Tier zusammen. Und mit der Freude über das viele Fleisch, das uns im kommenden Winter versorgen wird, vermischt sich die Trauer über dieses sterbende Tier, das am Flußufer seine letzten Atemzüge macht.
Ein paar Tage später gehen Claudia und ich einer weniger blutigen Nahrungsbeschaffung nach. Als die Sonnenstrahlen die Luft auf laue 10 Grad Celsius wärmt, machen wir uns auf und sammeln eine Schüssel voll Hagebutten und Cranberries, die in der Nähe unserer Hütte wachsen. Am Abend verarbeiten wir die Hagebutten zu Marmelade und frieren die Cranberries ein, um daraus später Soße für einen Braten zu machen.
Auch unsere Schlittenhunde müssen auf den anstehenden Winter vorbereitet werden. Vor zwei Wochen haben wir uns ein gebrauchtes ATV gekauft, mit dem wir die Hunde trainieren wollen, bevor genug Schnee zum Schlittenfahren gefallen ist. Ein paar Reparaturen und Wartungsarbeiten waren nötig gewesen und nun sind auch die Temperaturen so niedrig, dass wir früh morgends oder abends spät die Hunde anspannen können. Und unsere ersten Ausfahrten verlaufen vielversprechend. Jetzt wird es Zeit, die Schlittenausrüstung wieder hervorzukramen, zu überprüfen und zu reparieren. Auch um das Winterfutter für die Huskies müssen wir uns kümmern und so bestellen wir neben einer halben Tonne Trockenfutter nochmal so viel Rindfleisch und zweihundert Pfund Fisch aus Vorräten, die für den menschlichen Verzehr nicht zugelassen sind.
Und wärend ich hier drinnen vor dem warmen Holzofen sitze schwingt Claudia draußen die Axt wie ein Profi und hackt einen kleinen Holzvorrat zum Feuerstarten. Jetzt kann der Winter kommen! fs